Glossar

Abfalldeponie

Eine private oder kommunale Stelle, an der nicht gefährlicher, fester Kommunalabfall begraben wird.

Alternative Energie

Energie, die aus nicht-fossilen Brennstoffquellen stammt.

Atmosphäre

Die Hülle aus Gasen, die die Erde umgibt und von der Erdanziehungskraft festgehalten wird.

Ausgleiche/ausgleichen

Ein Mechanismus zum Negieren oder Annullieren von einer Tonne CO2-Ausstoß, entweder durch Verhinderung der Freisetzung einer Tonne woanders oder durch Absorbieren einer Tonne CO2 aus der Luft, die ansonsten in der Atmosphäre verbleiben würde.

Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung

Eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart erfüllt, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen ihre eigenen Bedürfnisse zu erfüllen, einzuschränken.

Biokraftstoff

Ein Kraftstoff, erzeugt aus organischen Trockensubstanzen oder pflanzlichen brennbaren Ölen. Zu Biokraftstoffen gehören Alkohole (aus fermentiertem Zucker), Schwarzlauge aus der Papierherstellung, Holz und Sojabohnenöl.

Biomasse

Die gesamte organische Trockensubstanz oder der gespeicherte Energiegehalt lebender Organismen. Biomasse kann durch Verbrennen direkt als Kraftstoff verwendet werden (z. B. Holz), oder auf indirektem Wege durch Fermentation in einen Alkohol (z. B. Zucker) oder durch die Gewinnung von brennbaren Ölen (z. B. Sojabohnen).

Brennstoffwechsel

Die Bereitstellung von Energie unter Verwendung verschiedener Brennstoffe. Der Begriff wird oft im Zusammenhang mit Aktionen zum Reduzieren der CO2-Emissionen von elektrischen Versorgungseinrichtungen durch den Wechsel von Kohle zu Erdgas verwendet.

Brennstoffzelle

Ein elektrochemisches Gerät, ähnlich einer Batterie, das Wasserstoff und Sauerstoff zur Produktion von Elektrizität, Wärme und Wasser zusammenführt. Die Wasserstoffquelle kann entweder reiner Wasserstoff sein oder eine Reihe anderer Brennstoffe (wie Methanol oder sonstige Kohlenwasserstoffe), die zunächst in Wasserstoff und CO2 umgewandelt werden.

CDM

TDer im Kyoto-Protokoll festgelegte Clean Development Mechanism (CDM, im Deutschen etwa „Mechanismus zur umweltgerechten Entwicklung“) bietet Annex-I-Parteien (aufgelistet in Annex B des Kyoto-Protokolls) die Möglichkeit, Emissionsreduktionsprojekte in den Ländern ohne Annex-I-Parteien zu finanzieren. Die Annex-I-Parteien erhalten für ihre Investitionen zertifizierte Emissionsreduktionen (CER).

Ziele des CDM sind:
(1) Unterstützung der Parteien, die in Annex I nicht enthalten sind, damit diese eine nachhaltige Entwicklung verfolgen und zur Erfüllung der Konventionsziele beitragen können sowie (2) Unterstützung der in Annex I enthaltenen Parteien, damit diese Ihre Verpflichtungen erfüllen können.
(Quelle:Europäische Umweltagentur).

CO2-e

Eine metrische Maßeinheit für den Vergleich der Emissionen verschiedener Treibhausgase, basierend auf ihrem globalen Erwärmungspotenzial (GWP = global warming potential).
Kohlendioxidäquivalente werden normalerweise in „Millionen metrischen Tonnen von Kohlendioxidäquivalenten“ (MMTCDE) ausgedrückt.
(Quelle:Europäische Umweltagentur).

CO2-Fußabdruck

Die berechnete Menge des Äquivalents von Kohlendioxid, die als Ergebnis der Aktivitäten einer Einzelperson oder Organisation in die Atmosphäre ausgestoßen wird. Beispielsweise liegt die Höhe der CO2-Emissionen eines Hin- und Rückflugs von London nach New York für einen einzelnen Passagier bei 2.230 kg. Der durchschnittliche, britische Autofahrer fährt pro Jahr 19.300 km – das entspricht 3,92 Tonnen an CO2-Emissionen (Quelle: www.dft.gov.uk).

Eden Project

Ein Institut für Umweltbildung und Forschung in Cornwall, GB, das die wichtigsten Ökosysteme der Welt zum Zwecke der Förderung der Studie und der Wertschätzung der Pflanzenwelt abgebildet hat. Außerdem geht es um die Umwelt und die Fortschritte in den erneuerbaren Energien, Ökologie und Naturschutz und den Schutz der gefährdeten Pflanzen und Bäume der Welt. BP hat sich im Rahmen des BP Target Neutral Programms mit dem Eden Project zusammengetan, um ein CO2-Guthaben-Pilotprojekt für Eden-Besucher von Juli bis September 2005 zu veranstalten.

Emissionen (UNFCCC-Definition)

Die Freisetzung von Treibhausgasen und/oder Vorläufersubstanzen in die Atmosphäre in einem bestimmten Gebiet und über einen bestimmten Zeitraum.

Emissionshandel

Ein marktwirtschaftliches Instrument zum Klimaschutz, das all denjenigen, die ihre Treibhausgasemissionen unter einen festgelegten Wert reduzieren, gestattet, diese zusätzlichen Reduktionen zum Ausgleich von Emissionen an anderer Stelle inner- oder außerhalb des Landes zu verkaufen.

Energieeffizienz

Das Verhältnis von nutzbarer Energieleistung zu Energieverbrauch eines Umwandlungsprozesses/-systems.

Erneuerbare Energie (Wind)

Energiequellen die nachhaltig sind und emissionsfreie Technologien verwenden wie Sonnenenergie, Wasser-, Wind-, Wellen- und Gezeitenkraft sowie emissionsneutrale Technologien wie Biomassenenergie.

Ersetzen

Auf ein energiesparendes Produkt (Kraft- oder Schmierstoff) oder Fahrzeug umsteigen. Dieselmotoren sind bis zu 20 % energieeffizienter als Benzin.

Fossile Brennstoffe

Fossile Brennstoffe sind tote Biomasse, die über Millionen von Jahren durch geologische Prozesse umgewandelt wurden, wie Kohle, Öl, Erdgas.

Globale Erwärmung

Die Ansicht, dass sich die Erdtemperatur erhöht, teilweise aufgrund der Treibhausgasemissionen, die in Zusammenhang mit menschlichen Aktivitäten, wie beispielsweise dem Verbrennen fossiler Brennstoffe und Biomasse, der Zementherstellung, der Rinder- und Schafzucht, der Abholzung von Wäldern und anderen Veränderungen aufgrund von Landnutzung stehen.

Greenwashing („Grün waschen“)

PR-Methoden von Regierungen oder Unternehmen, die darauf abzielen, ihnen ein umweltfreundliches und verantwortungsbewusstes Image zu verleihen.

IPCC (Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen)

Ein 1988 von Regierungen eingerichteter Ausschuss unter der Schirmherrschaft der Weltorganisation für Meteorologie und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen. Er bereitet Bewertungen, Berichte und Richtlinien zu folgenden Themen vor: die Wissenschaft des Klimawandels und seinen potenziellen Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft, technische Entwicklungen, mögliche nationale und internationale Reaktionen auf Klimawandel und übergreifende Themen.

Klima

Der allgemeine Wetterzustand, inklusive seiner Variabilität in einer geografischen Region. Dieser Zustand (d.h. das Klima) wird normalerweise über mehrere Jahrzehnte hinweg ermittelt.

Klimawandel

Eine Änderung des Klimas, die direkt oder indirekt Folge menschlicher Aktivität ist, welche die Zusammensetzung der Erdatmosphäre verändert und die zusätzlich zur natürlichen Klimavariabilität abläuft (UNFCCC-Definition).

Kohlendioxid (CO2)

Ein natürlich vorkommendes Gas, auch ein Nebenprodukt aus der Verbrennung fossiler Treibstoffe sowie der Verbrennung von Biomasse und von Landnutzungsänderungen oder anderen industriellen Prozessen. Etwa ein Drittel der vom Menschen erzeugten CO2-Emissionen stammen aus Kraftwerken, ein weiteres Drittel von Kraftfahrzeugen und der Rest aus anderen kommerziellen Unternehmen und Privathaushalten.

Kyoto-Protokoll

Dieses Übereinkommen verpflichtet Unterzeichner dazu, ihre Treibhausgasemissionen bis 2012 um 5,2 % zu reduzieren. 141 Länder haben das Protokoll ratifiziert.

Methan

Eines der sechs Treibhausgase, das nach dem Kyoto-Protokoll kontrolliert werden muss. Es entsteht durch anaerobe Zersetzung von Abfall in Deponien, tierische Verdauung, Zersetzung von tierischem Abfall, Erzeugung und Verteilung von Erdgas und -öl, Kohleförderung und unvollständige Verbrennung fossiler Energieträger.

Neutralisieren

Zu Nichtregierungsorganisationen zählen gemeinnützige Organisationen und Verbände aus der Wirtschaft und Industrie, Umweltgruppen, Städte und Gemeinden, Akademiker und Sozial- sowie Aktivisten-Organisationen.

Nicht-Regierungsorganisationen oder NGO’s

Zu Nichtregierungsorganisationen zählen gemeinnützige Organisationen und Verbände aus der Wirtschaft und Industrie, Umweltgruppen, Städte und Gemeinden, Akademiker und Sozial- sowie Aktivisten-Organisationen.

Ozonschicht

Ein Bereich in der oberen Atmosphäre (in circa 15 bis 30 km Höhe) mit einer relativ hohen Ozonkonzentration, die den Großteil der ultravioletten Strahlung der Sonne absorbiert.

Rahmenkonvention der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC)

Die Konvention wurde am 9. Mai 1992 in New York verabschiedet und 1992 auf dem Weltgipfel in Rio de Janeiro von mehr als 150 Ländern und der Europäischen Union unterzeichnet. Ihre letztendliche Zielsetzung ist „die Konzentrationen der Treibhausgase in der Atmosphäre auf einem Niveau zu stabilisieren, auf dem eine gefährliche anthropogene Störung des Klimasystems verhindert wird.“ Das erste Ziel war, die nicht vom Montreal-Protokoll überwachten Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2000 auf den Stand von 1990 zu reduzieren. Das Übereinkommen trat im März 1994 in Kraft.

Reduzieren

Reduzieren bedeutet, etwas in Größe, Anzahl, Ausmaß oder Intensität vermindern. Die Emissionen Ihres Fahrzeugs können auf zahlreichen unterschiedlichen Wegen reduziert werden – weniger mit dem Auto fahren, kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen, einen effizienteren Fahrstil nutzen und regelmäßig den Luftdruck Ihrer Reifen prüfen (weiche Reifen für zu einem 8 % höherem Kraftstoffverbrauch).

Treibhauseffekt

Das Einschließen von Wärme durch die natürlich vorkommenden, wärmespeichernden, atmosphärischen Gase (Wasserdampf, Kohlenstoffdioxis, Stickstoffoxid, Methan und Ozon), durch welche die Erde etwa 30° C wärmer ist als sie es ohne die Existenz dieser Gase wäre.

Treibhausgase (GHG)

Gase in der Erdatmosphäre, die Infrarotstrahlung absorbieren und wieder abgeben. Die Gase treten durch natürliche und vom Menschen beeinflusste Prozesse auf. Das wichtigste Treibhausgas ist Wasserdampf. Zu weiteren klimarelevanten Gasen zählen Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) – von Abfalldeponien und Vieh-Flatulenzen, Distickstoffoxid (N2O) – im Autoabgas, perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PCF) – erzeugt beim Herstellen von Halbleitern, teilhalogenierte Kohlenwasserstoffe (HFC) für Kühlsysteme sowie Schwefelhexafluorid (SF6) – ein Nebenprodukt der Aluminiumherstellung und der Elektronikindustrie.

Verifizieren/verifiziert

Anhand von Analysen, Untersuchungen oder Vergleichen überprüfen, ob etwas wahr ist. Verifizierer von Klimaschutzprojekten stellen sicher, dass die Emissionsreduktionen stattgefunden haben und korrekt anhand des vorherigen Emissionsniveaus errechnet wurden.

Verifizierte Emissionsreduktion (VER)

Eine VER verhindert, dass eine Tonne CO2 in die Atmosphäre ausgestoßen wird. Der Preis der von uns gekauften CO2-Guthaben liegt zwischen 1,50 € und bis zu über 30 €. Einige dieser Definitionen wurden von der International Petroleum Industry Environmental Conservation Association erstellt (3. Ausgabe 2001).

Zusätzlichkeit

Damit Guthaben nicht an Projekte gehen, die ohnehin stattgefunden hätten, wurden bestimmte Regeln festgelegt, um die Zusätzlichkeit des Projekts sicherzustellen (d. h. dafür zu sorgen, dass das Projekt tatsächlich zu einer größeren Reduktion von Emissionen führt, als dies ohne das Projekt der Fall gewesen wäre). Ein Projekt ist zusätzlich, wenn seine Befürworter dokumentieren können, dass realistische Alternativen zu dem vorgeschlagenen Projekt wirtschaftlich attraktiver sein würden oder das Projekt mit Hindernisse konfrontiert ist, die sich mithilfe einer CO2-Finanzierung überwinden lassen.