Waldschutz, Zambia

Das Lower Zambezi REDD+ Projekt hilft Bauern durch verbesserte, nachhaltige landwirtschaftliche Methoden.

Projektname
Lower Zambezi REDD+ Projekt
Projectlocatie
Provinz Lusaka, Sambia
Mittelgeber und Lieferant
BioCarbon Partners
Standard
VCS und CCB Triple Gold
Projektstatus
Aktiv
Portfolio
2017

Unterstützung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen

Über das Projekt

Ziel des Projekts ist der Schutz des Rufunsa Conservancy, einem 38.781 Hektar großen Areal, das an den Lower Zambezi National Park angrenzt. Das Projektgebiet umfasst eines der letzten intakten Waldgebiete der Provinz Lusaka und fungiert als 60 km breite Pufferzone für den Lower Zambezi National Park (LZNP), eine strategisch geschützte Landschaft in Sambia und Teil eines grenzüberschreitenden Naturschutzgebiets von weltweiter Bedeutung.

Die geschätzten Emissionsreduktionen aus dem Projekt liegen bei durchschnittlich 187.144 Tonnen CO2e pro Jahr im ausgewählten Anrechnungszeitraum von 30 Jahren.

Wie trägt das Projekt zur CO2-Reduktion bei?

Wichtige Faktoren in der Entwaldung sind die Holzkohleproduktion sowie die Ausdehnung von Ackerland durch Ansässige und Langzeit-Einwanderer. Das Projektgebiet kommt schätzungsweise für 53 % der jährlich produzierten Holzkohle in Lusaka auf. Es hat rund 8.300 Einwohner in 28 Dörfern, verteilt auf vier Gemeinden.

Familien versammeln sich um einen neu gepflanzten Baum vom Lower Zambezi REDD+ Projekt.

Das Projekt umfasst Aktivitäten zur Eindämmung der Entwaldung, darunter Projekte in den Gemeinden, um die Abhängigkeit der Bevölkerung von waldschädigenden Tätigkeiten zu reduzieren, ihre Lebensbedingungen zu verbessern und ihre Widerstandsfähigkeit zu steigern. Dazu kommt die Einführung von Landmanagementsystemen wie Infrastruktur, Sicherheit, Brandschutz und Überwachung der Artenvielfalt.

Wer steht hinter dem Projekt?

BioCarbon Partners (BCP) – ein Sozialunternehmen mit afrikanischem Hauptsitz, afrikanischem Fokus und afrikanischer Mehrheitsbeteiligung – erarbeitet und verwaltet langfristige Waldschutzprojekte in global bedeutenden afrikanischen Gebieten mit hoher Artenvielfalt. Das Projekt genießt die Unterstützung der United States Agency for International Development (USAID), die kürzlich über das Community Forests Program (CFP) 14 Mio. USD an Startup-Finanzierung in Partnerschaft mit BCP investiert hat, um verifizierbare REDD+ Aktivitäten auf 748.000 Hektar in der Ostprovinz und der Provinz Lusaka einzuführen. Das von USAID finanzierte Community Forests Program unterstützt auch eine Palette örtlicher Aktivitäten zur Bekämpfung der Entwaldung, die von BCP in der Projektzone für das Lower Zambezi REDD+ Projekt (LZRP) umgesetzt werden.

Das Projekt hat der Forstbehörde geholfen, ihre vorhandene Baumschule zu verdoppeln und zu modernisieren. Bauern haben jetzt Zugang zu Setzlingen verschiedenster Baumsorten, darunter Obstbäume und Bäume für die nachhaltige Bewirtschaftung.

Das Lower Zambezi REDD+ Projekt schützt 39.000 Hektar Miombo-Primärwald, der an den Lower Zambezi National Park (4.092 km2) angrenzt. Das Gebiet wird auch als Rufunsa Conservancy bezeichnet.

Die wichtigsten Vorteile

  • Die geschätzten Emissionsreduktionen aus dem Projekt liegen bei durchschnittlich 187.144 Tonnen CO2e pro Jahr im ausgewählten Anrechnungszeitraum von 30 Jahren.
  • Rund 8.300 Menschen haben an Sensibilisierungsaktivitäten teilgenommen, die örtliche Gemeinden über relevante Umweltschutzthemen und die positiven Auswirkungen des REDD+ Projekts aufklären.
  • Über die Umsatzbeteiligung 2015 an dem Verkauf von Waldschutz-Zertifikaten nach der REDD+ Projektverifizierung wurden rund 64.000 US-Dollar direkt in die LZRP-Gemeinden investiert. Die Gemeinden nutzten die Mittel für Projekte, die allen Anwohnern zugute kamen, darunter eine Hammermühle und Wasserbohrlöcher.
  • Rund 3.100 Personen haben direkt von diversen Projektaktivitäten rund um die Erwerbssicherung profitiert, darunter:
    • Bereitstellung von Schulung und Unterstützung für 750 teilnehmende Haushalte, damit diese nachhaltige und effizientere landwirtschaftliche Methoden anwenden und höhere Erträge erzielen können.
    • Schulung derzeitiger Holzkohleproduzenten in der nachhaltigen Herstellung von Holzkohle sowie Bereitstellung finanzieller Anreize, damit sie sich an ausgewiesene Bereiche geschützter Gemeindewälder halten. Das Projekt zielt darauf ab, einige der wichtigsten Treiber der Entwaldung innerhalb der LZRP-Projektzone auf wirkungsvolle Weise anzugehen.
    • Schaffung neuer Arbeitsplätze und Beschäftigungsmöglichkeiten für 33 örtliche Anwohner. Rollen reichen von Haushaltsangestellten und Teilzeit-Bauarbeitern bis zu Facilitator- und Management-Positionen in dem hoch anerkannten Forest Monitoring Team oder Community Engagement Team von BCP.
    • Finanzierung von Umweltbildungsmaßnahmen über das Environmental Education Programme – ein Programm von 21 interaktiven Unterrichtsstunden für Schüler der 6. Klasse. Im Jahr 2017 findet das Environmental Education Programme an 4 Schulen unter Mitwirkung von 11 Lehrern und 153 Schülern statt.
    • Enge Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen und Organisationen zum Aufbau ihrer Kapazitäten, damit Gemeinderessourcen auf gerechte, transparente und sinnvolle Weise genutzt und verwaltet werden.
    • Verbesserung der Gemeinde-Infrastruktur durch den erweiterten Zugang zu sauberem Wasser für 58 % der Gemeinden mittels Bohrlöchern und Brunnen sowie durch den Bau einer Klinik, um den Zugang zu medizinischer Versorgung zu erweitern.
    • Bau eines Lehrer-Hauses, um Bildungschancen für Schüler auf dem Lande zu verbessern.
    • Partnerschaft mit der örtlichen Organisation Bee Sweet im Jahr 2016, um eine langfristige und skalierbare Initiative zur Bienenzucht zu starten. Dafür werden über die nächsten 3 Jahre 4.000 Bienenstöcke bei über 200 neuen Haushalten in Rufunsa aufgestellt.
    • Links: Die Bienenzucht ist eine Ergänzung der örtlichen Wirtschaft, die vom Lower Zambezi REDD+ Projekt eingeführt wurde. Mitte: Im Rahmen des Lower Zambezi REDD+ Projekts unterstützt der Projektentwickler BCP einen Schul-Obstgarten, wozu auch das Anpflanzen von Obstbäumen gehört. Rechts: Das Lower Zambezi REDD+ Projekt unterstützt Umweltschutz-Unterricht, wodurch Schüler wie Jessie mehr über ihre Umwelt lernen.

    • Unterstützung für die Einrichtung und Schulung eines Spürhunde-Teams beim Department of National Parks and Wildlife in Partnerschaft mit Conservation Lower Zambezi, um die Wilderei und den illegalen Wildtierhandel im Lower Zambezi National Park und der Umgebung zu bekämpfen.
    • Unterstützung der Forstbehörde, ihre vorhandene Baumschule zu verdoppeln und zu modernisieren. Bauern haben jetzt Zugang zu Setzlingen verschiedenster Baumsorten, darunter Obstbäume und Bäume für die nachhaltige Bewirtschaftung.

Zusatznutzen

CO2-Managementprojekte leisten einen erheblichen Beitrag zu verbesserten Lebensbedingungen in den jeweiligen Standortgemeinden und sind ein wichtiger Teil des umfassenderen Ziels sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit. Dieser Zusatznutzen steht im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen und umfasst Verbesserungen der örtlichen Wirtschaft durch Beschäftigung, höherwertige Erzeugnisse und Infrastrukturausbau. Viele Projekte führen zu verbesserter Gesundheit und Bildung sowie zu Fortschritten bei der Geschlechtergleichstellung. Die Auswirkungen sind abhängig von der jeweiligen Art des Projekts. Eine 2014 von ICROA in Auftrag gegebene Forschungsstudie des Imperial College London hat die Auswirkungen von Investitionen im freiwilligen CO2-Markt quantifiziert.

REDD+ Projekte ermöglichen signifikante CO2-Einsparungen und stehen in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden in den Wäldern, um nachhaltige Existenzgrundlagen zu schaffen und gleichzeitig die Bäume zu erhalten.

CO2-Emissionen werden jedes Jahr um 6.550.464 Tonnen reduziert, und darüber hinaus bringen die Projekte Zusatzvorteile im Wert von $8.502.324.

Für weitere Informationen: bptargetneutral@bp.com