Von Deponie zu Gas, USA

Projektübersicht

Deponiegas ist das natürliche Nebenprodukt anaerober bakterieller Prozesse, welche dazu führen, dass organische Inhaltsstoffe von Mülldeponien mit der Zeit abgebaut werden. Die daraus resultierenden Emissionen in der Atmosphäre tragen stark zur globalen Erwärmung bei und sind in den USA für mehr als 35% der von Menschen verursachten Methanemissionen verantwortlich.

Im Jahre 2004 wurde die Fackel dieser stillgelegten Mülldeponie durch ein Kraftwerk ersetzt, welches das gespeicherte Deponiegas zur Stromproduktion nutzt. Da Methan ein Hauptbestandteil von Deponiegas und außerdem der Hauptbestandteil von Erdgas ist, kann Deponiegas als Alternative zu Erdgas für die Stromproduktion verwendet werden. In einem an die Mülldeponie angrenzenden Gebäude befindet sich ein Kraftwerk mit einer Leistung von rund 3.500 kW.

Das Projekt bietet eine gute wirtschaftliche Nutzung des ansonsten unbrauchbaren Landes, indem es, was einst als Müll betrachtet wurde, in brauchbare kommerzielle Energie umwandelt.

Projektbeschreibung

Wie oben erwähnt, nutzt das Projekt das Deponiegas zur Stromproduktion, anstatt es einfach abzufackeln. Das in einem an die Mülldeponie angrenzenden Gebäude untergebrachte Kraftwerk beherbergt Stromerzeugungsaggregate mit einer Gesamtleistung von 3500 kW. Zwei interne Verbrennungsmotoren treiben je einen Stromgenerator mit einer Leistung von 1.750 kW an, wodurch Strom für das örtliche Versorgungsnetz produziert wird. Commonwealth Edison kauft den gesamten von der Einrichtung produzierten Strom und versorgt damit rund 3.500 Haushalte in der Region.

Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung

  • Indem das Projekt eine realisierbare kleine Lösung im Kampf gegen den Klimawandel darstellt, dient es als aufklärendes Beispiel.
  • Ein Teil des Bedarfs an aus fossilen Brennstoffen erzeugtem Strom kann durch die Erzeugung von sauberer, erneuerbarer Energie ersetzt werden.
  • Indem das Deponiegas der Mülldeponie beseitigt wird, könnte das Umland eines Tages als Erholungsgebiet genutzt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: targetneutral@bp.com