Deponiegas, Thailand

Projektübersicht

Die Deponie in Rachathewa befindet sich 30km östlich des Großraumes Bangkok. Als die Deponie eröffnet wurde, wurden hier ungefähr 3.500 Tonnen (oder 16.667 Kubikmeter) kommunaler Feststoffabfall pro Tag entsorgt. Dies entspricht etwa 40% des täglich anfallenden Abfalls Bangkoks.

Deponien können riesige Mengen an Methangas direkt in die Atmosphäre freisetzen und schaden so der Umwelt und der Luftqualität der Region. Gegenwärtig gibt es in Thailand keine Regulationen oder vertraglichen Bestimmungen hinsichtlich der Sammlung oder Verbrennung von Deponiegas. Unkontrollierte Deponien können ebenso potentiell gefährliches Deponiesickerwasser abgeben, welches in die Wassernetze eindringen oder den lokalen Ökosystemen schaden kann.

Die Deponie in Rachathewa ist die erste Sanitärdeponie Thailands. Sanitärdeponien isolieren Abfälle von der Umwelt, bis diese komplett biologisch, chemisch und physisch abgebaut und auf diese Art und Weise schädliche Austritte von Sickerwasser vermieden wurden. Deponiegasprojekte schaffen während dieses Sanierungsprozesses erneuerbare Energien durch das Extrahieren von Methan und nutzen es zur Generierung von sauberer Elektrizität.

Projektbeschreibung

Der Entwickler dieses Projektes, Jaroensompong Corporation, hat ein Einsammlungssystem für Deponiegas und einen 1 MW-Elektrizitätsgenerator am Standort Rachathewa installiert. Das gewonnene Deponiegas wird als Treibstoffquelle für den Generator genutzt. Überschüssiges Gas, welches nicht für die Energiegewinnung gebraucht wird, wird abgefackelt. Die gewonnene Elektrizität wird über ein Energieerwerbsabkommen an die Metropolitan Electricity Authority verkauft. Es wird erwartet, dass das Projekt durch die Verbrennung des gesammelten Methans und dem Ersatz von durch fossile Brennstoffe betriebene Werke über einen Zeitraum von zehn Jahren Treibhausgasemissionen um 470.000 tCO2e reduziert.

Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung

Das Deponiegasprojekt von Rachathewa leistet einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung der Region durch:

  • Verbesserung der Luftqualität durch Reduktion von Schadstoffen.
  • Verringerte Geruchsbildung.
  • Schutz von Wasserquellen.
  • Der Bedarf an mit fossilen Brennstoffen erzeugtem Strom in Thailand wird reduziert.
  • Beitrag zur Entwicklung einer erneuerbaren Energieindustrie.
  • Die Sanierung des Anwesens wird schließlich zur Nutzung als Erholungsgebiet führen.
  • Schaffung von dauerhaften Arbeitsplätze.

Weitere Informationen finden Sie unter: targetneutral@bp.com