Deponiegas, Europa

Projektübersicht

Das Mamak Deponie-Projekt, nahe bei Ankara in der Türkei, wurde 2009 von der Weltbank als das beste Umweltprojekt des Jahres ausgezeichnet. Diese Deponie dient einer Bevölkerung von fast 4 Millionen Menschen und umfasst mehr als 20 Millionen Tonnen an unsortiertem Abfall, der dort seit 1980 abgeladen wird. Aus der Deponie stieg Methangas direkt in die Atmosphäre, was zu Gesundheits-, Geruchs- und Luftqualitätsproblemen führte. Heute sammelt ein Deponiegassystem alles von der abgedeckten Deponie ausgehende Gas und erzeugt erneuerbare Energie. Gleichzeitig wird das umliegende Land entseucht. Die immer noch aktive Deponie separiert nun allen Müll, speist den organischen Abfall in Biogasanlagen und schafft damit eine weitere Quelle erneuerbarer Energie.

Projektbeschreibung

Neben den Deponiegas-Auffangs- und Verbrennungssystemen wurde ein neues Drainagesystem installiert, das den nahegelegenen Imrahor Bach vor dem Einsickern von Deponiewasser schützt und somit die örtliche Wasserqualität erhöht.

Abgesehen von der Geruchsverminderung und Verbesserung der Luftqualität zielt das Projekt letztendlich darauf ab, einen abfallfreien Standort zu schaffen, der Arbeitsplätze bietet und als Bildungseinrichtung über Abfall dient.

Das Projekt führt öffentliche Sensibilisierungskampagnen in und um Ankara durch und hat mehr als 200 Arbeits- und Schulungsgelegenheiten bereitgestellt, darunter feste Beschäftigungen für Menschen, die bisher vom Abfall der Deponie lebten.

Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung

Das Projekt reduziert nicht nur die Emissionen, es trägt auch durch folgende Aspekte zur nachhaltigen Entwicklung bei:

  • Schaffung von Arbeits- und Schulungsgelegenheiten für über 200 Menschen, darunter für diejenigen, die bisher von den Abfällen der Deponie lebten.
  • Verhindern der Freisetzung von toxischen organischen Verbindungen in die Atmosphäre und des Einsickerns von Deponiewasser ins Grundwasser.
  • Erziehung zu Abfallmanagement und Recycling durch eine öffentliche Sensibilisierungskampagne sowie die Bereitstellung einer Sortier- und Recyclinganlage.
  • Anpflanzung von 4500 Bäumen und Errichtung eines Gewächshauses, das von der Biogasanlage beheizt wird und in dem Obst, Gemüse und Blumen wachsen.
  • Verminderung der Abhängigkeit von hohen Brennstoffimporten.

Weitere Informationen finden Sie unter: targetneutral@bp.com