Biogas, Niederlande

Projektübersicht

Nordbrabant und Limburg sind ländliche Regionen, in denen der Großteil der Schweinefarmen der Niederlande zu finden sind. Diese traditionelle Landwirtschaftsregion und seine Konzentration an Viehbestand hat heute zu einer Situation geführt, in welcher nicht mehr der gesamte Dung auf den Feldern der Region entsorgt werden kann, da der Boden bereits die Stickstoffsättigungsgrenze erreicht hat.

Üblicherweise werden tierische Abfälle in großen, offenen Gärgruben gelagert, bevor diese den landwirtschaftlichen Nutzflächen als Düngemittel zugeführt werden. Dieses Verfahren kann die Luftqualität und die lokalen Ökosysteme beeinflussen, sowie große Mengen an Methan produzieren, die in die Atmosphäre abgegeben werden. Methan ist ein hochpotentes Treibhausgas und wirkt sich 21-mal stärker auf die globale Erderwärmung aus als CO2.

Dieses Projekt hat Biogasanlagen für eine Gruppe von fünf Farmen in den Niederlanden entwickelt. Diese generieren erneuerbare Elektrizität, reduzieren in die Atmosphäre freigesetzte Methanemissionen und ersetzen fossile Brennstoffe für die Beheizung lokaler Gebäude.

Projektbeschreibung

Unter der Führung der landwirtschaftlichen Forschungsstation einer dieser Farmen, haben diese fünf Bauernhöfe eine neue Herangehensweise an das Methan-Management eingeführt.

Anaerobe Gärungsanlagen und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (Combined Heat and Power – CHP) wurden gebaut, um das Methan nutzbar zu machen. Der tierische Dung wird direkt in die Gärungsanlagen gegeben, wo das Methan eingefangen und für den Betrieb der CHP-Anlagen genutzt wird. Diese haben eine Leistung zwischen 0,3 und 3,5 MW und werden zur Generierung von Elektrizität für das lokale Stromnetz und für die Beheizung lokaler Gebäude genutzt. Ein weiterer Vorteil des Projekts ist es, dass der vergärte Dung am Ende des Prozesses zu einem viel hochwertigeren Dünger geworden ist, als derjenige, der vorher in den offenen Gärgruben produziert wurde.

Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung

Das Sterksel Biogasprojekt leistet einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung durch:

  • Unterstützung innovativer Forschung und Entwicklung in der Region und Anpassung der Technologien für die Nutzung in Entwicklungsländern.
  • Schaffung eines Wissens- und Trainingscenters, in welchem Menschen aus ganz Europa und Südostasien mehr über das Projekt lernen können.
  • Verbesserung der Luftqualität der Region.
  • Verbesserung der Bodenqualität der Region.
  • Schaffung eines nährstoffreichen Düngers als Nebenprodukt des Prozesses.
  • Bereitstellung von langfristigen, nachhaltigen Arbeitsplätzen.
  • Der Bedarf an mit fossilen Brennstoffen erzeugtem Strom in den Niederlanden wird reduziert.

Weitere Informationen finden Sie unter: targetneutral@bp.com