Kochöfen, Peru

Das Qori Q’oncha Kochofen-Projekt deckt ganz Peru inklusive des Altiplano in den Anden ab.

Projektname
Qori Q'oncha, Kochofen-Projekt, Peru
Projectlocatie
Peru: Piura, Cajamarca, La Libertad, Huánuco, Cusco, Huancavelica, Arequipa, Moquegua y Tacna
Mittelgeber und Lieferant
Microsol
Standard
Gold-Standard
Projektstatus
Aktiv
Portfolio
2017

Unterstützung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen

Über das Projekt

Die erste Initiative für verbesserte Kochöfen, die im freiwilligen CO2-Markt registriert wurde.

Mehr als 3 Milliarden Menschen weltweit kochen heute noch mit Festbrennstoffen auf traditionellen offenen Feuerstellen, und jährlich sterben 3,7 Millionen Menschen an damit zusammenhängenden Ursachen. Umgerechnet stirbt also alle 8,5 Sekunden ein Mensch aufgrund der Nutzung offener Feuerstellen. In Peru kochen 2.000.0001 Familien mit Festbrennstoffen und offenen Feuern im Haus, und das oft ohne Belüftung, wodurch sie Rauch, Staub und giftigen Verbrennungsgasen ausgesetzt sind. Diese häusliche Luftverschmutzung erklärt auch die hohe Anzahl akuter Atemwegs- und Lungenerkrankungen unter der ländlichen Bevölkerung in den Anden.1

Eine Lösung für diese Situation ist die Bereitstellung verbesserter Kochöfen mit geschlossener Verbrennungskammer, die sehr viel effizienter brennen und den Rauch durch ein Ofenrohr aus dem Haus leiten.

Das Programm ersetzt offene Feuer zur Deckung des häuslichen Energiebedarfs. Solche Feuer verursachen häusliche Luftverschmutzung; dies trägt zu einer erhöhten Erkrankungsgefahr bei, darunter akute Infektionen der unteren Atemwege wie Lungenentzündung bei kleinen Kindern sowie chronisch obstruktive Lungenerkrankungen und Lungenkrebs bei Frauen, die den Großteil des Kochens erledigen (und in geringerem Ausmaß auch bei Männern).

Im Rahmen des Qori Q’oncha Programms werden nicht nur vor Ort hergestellte Kochöfen bereitgestellt, sondern auch Anwohner in der Installation und Instandhaltung geschult.

Bis Januar 2017 wurden 106.056 verbesserte Kochöfen installiert; dies hilft über 450.000 Menschen, die in ländlichen Gemeinden in Armut leben.

Familien, die am Qori Q’oncha Kochofen-Projekt teilnehmen, haben jetzt sauberere Küchen und können effizienter kochen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Bis April 2017 hat das Projekt vier Emissionen von CO2-Zertifikaten verzeichnet. Dies entspricht 4,5 Mio. US-Dollar für die örtlichen Partner von Microsol, um den langfristigen Erfolg ihrer Projekte sicherzustellen. Das Programm umfasst derzeit Projekte von 6 Projektentwicklern in neun Regionen Perus: Piura, Cajamarca, La Libertad, Huánuco, Cusco, Huancavelica, Arequipa, Moquegua und Tacna.

Beitrag zur CO2-Reduktion

Beitrag zur CO2-Reduktion im Überblick (tC02e für das Projekt bis dato und Ziel für die gesamte Projektlaufzeit)

  • 884.429 Tonnen CO2e bis August 2014
  • Voraussichtlich über 3 Millionen Tonnen C02e über die Projektlaufzeit

Wie tragen die Projekte zur CO2-Reduktion bei?

Verbesserte Kochöfen sind eine einfache, umweltfreundliche Technologie mit zwei Hauptmerkmalen:

  • Das Ofenrohr leitet den Rauch aus dem Haus nach außen.
  • Die geschlossene Verbrennungskammer sorgt für einen höheren thermischen Wirkungsgrad als traditionelle Feuerstellen.

Zudem bietet die Technologie weitere Vorteile:

  • Erhebliche Einsparungen von Brennstoff (Holz)
  • Mehr Sicherheit und reduziertes Verletzungsrisiko (Isolierung der Verbrennungskammer und Schutz von Kochutensilien)
  • Verbesserung der Luftqualität im Haus

Weil die neuen Kochöfen das Holz sehr viel effizienter verbrennen, reduzieren sie die Entwaldung und damit verbundene CO2-Emissionen.

Die verbesserten Kochöfen des Qori Q’oncha Programms bestehen aus Adobe-Ziegeln für die Plattform, Gusseisen für die Verbrennungskammer und Stahl für das Ofenrohr. Adobe-Ziegel werden vor Ort aus Lehm und Stroh hergestellt, andere Teile werden aus Lima angeliefert.

Die wichtigsten Vorteile

  • Umweltschutz
    Weil die neuen Kochöfen das Holz sehr viel effizienter verbrennen, reduzieren sie die Entwaldung und damit verbundene CO2-Emissionen.
  • Armutsbekämpfung
    Bisher hat das Projekt über 450.000 Menschen aus den ärmsten Bevölkerungsgruppen Perus geholfen.
  • Gesundheit und Wohlbefinden
    Das Programm ersetzt offene Feuer zur Deckung des häuslichen Energiebedarfs. Solche Feuer verursachen häusliche Luftverschmutzung; dies trägt zu einer erhöhten Erkrankungsgefahr bei, darunter akute Infektionen der unteren Atemwege wie Lungenentzündung bei kleinen Kindern sowie chronisch obstruktive Lungenerkrankungen und Lungenkrebs bei Frauen, die den Großteil des Kochens erledigen (und in geringerem Ausmaß auch bei Männern).
    Die Kochöfen sind mit einem Ofenrohr ausgestattet, was eine erhebliche Verbesserung der häuslichen Luftqualität bewirkt.
  • Die Kochöfen des Qori Q’oncha Projekts haben zwei unterschiedlich nutzbare Kochstellen.

  • Gleichstellung der Geschlechter
    Die meisten Frauen in Qori Q’oncha kochen und sammeln Holz, und deshalb profitieren sie als erste von der Installation der neuen Kochöfen.
  • Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
    Durch die Kochofen-Projekte wurden 1.01622 feste und befristete Arbeitsplätze geschaffen. Die meisten sind zertifizierte Techniker, die in Service-Niederlassungen oder unabhängig arbeiten; andere sind in der Projektüberwachung und -verwaltung tätig.

Erfahren Sie mehr über das Projekt

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Zusatznutzen

CO2-Managementprojekte leisten einen erheblichen Beitrag zu verbesserten Lebensbedingungen in den jeweiligen Standortgemeinden und sind ein wichtiger Teil des umfassenderen Ziels sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit. Dieser Zusatznutzen steht im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen und umfasst Verbesserungen der örtlichen Wirtschaft durch Beschäftigung, höherwertige Erzeugnisse und Infrastrukturausbau. Viele Projekte führen zu verbesserter Gesundheit und Bildung sowie zu Fortschritten bei der Geschlechtergleichstellung. Die Auswirkungen sind abhängig von der jeweiligen Art des Projekts. Eine 2014 von ICROA in Auftrag gegebene Forschungsstudie des Imperial College London hat die Auswirkungen von Investitionen im freiwilligen CO2-Markt quantifiziert.

Bei den Kochofen-Projekten ergibt sich pro ausgeglichener Tonne CO2 ein Zusatznutzen im Wert von 724 US-Dollar:3:

  1. 2 Millionen Familien in Peru > Volkszählung Peru 2007 (genau 2.036.901 Familien kochen mit Biomasse)
  2. Monitoringberichte aus der externen Verifizierung, geprüft von DOE und GS
  3. Quelle: Zahlen aus der ICROA-Studie, Kountouris, Y., Makuch, Z., Tan Loh, E.F. (2014) „Quantification and Evaluation of the Voluntary Carbon Market’s Co-benefits“, Imperial College London University, Juni 2014

Für weitere Informationen: bptargetneutral@bp.com